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Neue Mittelschule

Neue Mittelschule Lockenhaus -Konzept.pdf

Neue Mittelschule Lockenhaus – Evaluation 2010.pdf

Neue Mittelschule Lockenhaus – Evaluation 2011.pdf

Neue Mittelschule Lockenhaus – Evaluation 2012

Neue Mittelschule Lockenhaus – Evaluation 2013

Konzept Naturparkschule A-HS NMS Lockenhaus.pdf

Konzept Bildungsregion Naturpark

THEMA: Teamteaching

Definition: Teamteaching (TT) ist eine Form der Unterrichtsorganisation, die Lehrende (Lehrer) und Lernende (Schüler) einbezieht; zwei oder mehrere Lehrende tragen die Verantwortung für den gesamten oder einen beträchtlichen Teil des Unterrichts derselben Schülergruppe und arbeiten zusammen.

Perspektivenvielfalt, Methodenvielfalt, Ressourcenorientierung

Winkel, Rainer: Theorie und Praxis des Team Teaching. Braunschweig: Georg Westermann Verlag, 1974

TT stellt den Versuch eines offenen und differenzierenden Unterrichts zur Kooperation von Lehrenden und Lernenden dar, durch die Lernprozesse in Gang gesetzt werden, die Voraussetzung für soziale Integration und Vorbereitung auf die Arbeitswelt sein können.

Organisation und Probleme des TEAMTEACHING

Von der Organisation her kann TT als Großgruppenunterricht, in Kleingruppenarbeit oder aber sogar in Stillarbeit erfolgen.
Um diesen Unterricht, der in seinen Stilen sehr verschieden sein kann, gut durchzuführen, müssen sich die Lehrer natürlich untereinander gut verstehen und annähernd die gleichen Vorstellungen von Unterricht haben.
Eine konstruktive Kommunikation, Übernahme von Verantwortung, Grenzsetzung und Wertschätzung aller ist eine grundlegende Bedingung für TT.
Ein wichtiger Punkt für Lehrer und Schüler ist, dass beide im TT ihre traditionelle Rollenfixierung verlieren. Beim TT verlieren die Lehrenden nämlich die dominierende Rolle. Alles soll auf einer kommunikativen und kooperativen Ebene verlaufen. Die Schüler sollen etwas vom Lehrer lernen, der aber hier nicht als allwissend angesehen wird. Deshalb kann der Lehrer auch noch etwas von seinen Schülern lernen. Die Lehrer hören also auf nur Lehrer zu sein und auch die Schüler treten aus ihrer Schülerrolle heraus. Sie lernen voneinander und belehren sich, sie durchlaufen also gemeinsame Lehr- und Lernprozesse. Die Schüler lernen hier nicht nur schulischen Stoff, sondern sollen auch lernen Kritik zu üben (und zu akzeptieren), zu kooperieren, sich selbst zu steuern und fähig werden in einer Gruppe zu existieren.

Wer in Österreich zur Schule gegangen ist, der hat in der Regel dieses ausgeprägte TT nicht erfahren. Je mehr zudem eine Lernkultur auf ein individualisiertes Lernen und Abprüfung setzt, desto weniger kann eine Bereitschaft zum Team erwartet werden. Das Scheitern von TT kann hier seine Ursachen haben.
Gründe des Scheiterns sind:
• Ein Scheitern von Team-Arbeit liegt häufig in der Form der Kommunikation begründet.
• Außerdem fordert Teamarbeit Anpassung: Arbeitstechniken, Arbeitstempo und Arbeitsgewohnheiten unterscheiden sich bei allen Teilnehmern, und es kann dauern, bis der Einzelne seinen Platz im Gruppengefüge gefunden hat.
• Weiterhin ist der Zeitaufwand größer. Allein das Einspielen des Teams braucht seine Zeit.
• Wenn die beteiligten Lehrpersonen
1. nicht „miteinander können“ bzw. diese Tatsache vor der Klasse austragen (unprofessionell).
2. nur selten an der Schule sind und folglich keinen Gedankenaustausch über die zu unterrichtende Klasse führen.
3. große Auffassungsunterschiede im Thema (Disziplin) haben. Beispielweise stört eine Lehrperson schon ein gewisser „Grundlärmpegel“ , während eine andere Lehrperson dies als „normal“ empfindet (Frustrationstoleranz).

Darstellung der Methode

Folgende Merkmale charakterisieren das TT im Blick auf Lernprozesse:

• regelmäßige Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum
• eine Beziehungskultur, in der offen miteinander kommuniziert wird, Ressourcen von allen Beteiligten freiwillig eingebracht, Konflikte lösungsorientiert bearbeitet werden
• eine gleichberechtigte Zusammenarbeit
• eine Leistungssteigerung im Hinblick auf das Arbeitsziel (Teamarbeit)
• ein Praxisfeld, in der Teammitglieder gemeinsam und differenzierend in Lernprozessen tätig werden können
• eine Evaluation der Teamergebnisse, die angestrebt wird, und eine Supervision für das Team, die kontinuierlich erfolgt

Forderungen und Zielstellungen für TT:

• Vielfältigkeit und Offenheit bezüglich Aufgabenstellung, Stundenplangestaltung, Gruppierung und räumlicher Zuweisung.
• TT ist eine Art Organisation, die flexibel einen Rahmen bildet, um besseren Unterricht herbei zu führen. Der Schüler muss auch lernen Verantwortung für seinen Lernprozess zu übernehmen.
• Zwei oder mehr Lehrende tragen die Verantwortung für den gesamten Unterricht.
• Lehrer und Schüler bilden ein Team in der Zusammenarbeit und in der Interaktion.
• Talente und unterschiedliche Methoden von Lehrern zu vereinen.
• TT erleichtert den Einsatz von audiovisuellen und technischen Medien.
• TT ist kein Rezept und wird immer ein kommunikativer Prozess des Lehrens und Lernens bleiben; dies gilt auch für den Beziehungsaspekt.

TT lässt sich also nur rechtfertigen,

• wenn die Lehr- und Lernprozesse dadurch eine andere Qualität erhalten
• wenn gemeinsam Unterricht geplant wird, Stützkurse oder Methodenunterricht organisiert wird

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